Dresdner - Sulzenau PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dennis Rukes   
Dienstag, den 09. März 2010 um 09:09 Uhr
Am 14.08.09 ging nun endlich die lang geplante Tour ins Stubaital los. Der dortige Höhenweg sollte von 2 Pionieren des gepflegten Bergsports vergewaltigt werden. Stilecht wurde die Reise am Morgen ab Köln mit dem Flieger angetreten. Mit an Bord war noch der Alte, welcher uns vom Basislager aus in der Mitte der Tour mit Verpflegung (im Tausch gegen gebrauchte Unterhosen) versorgen sollte.

Nach der Landung in Innsbruck ging es mit dem netten türkischen Taxifahrer, dem das Wort Geschwindigkeitsbegrenzung ein Fremdwort war, Richtung Seilbahn. Nun ja, zumindest waren wir schnell da. Flugs unter erster Nutzung des DAV-Ausweises 2 Liftkarten gekauft und los ging es. Oben angekommen wurden die Rucksäcke geschultert und die Stöcke ausgefahren. Aufgrund der überaus guten Witterung entschieden wir uns beim Übergang zur Sulzenau Hütte für den Grossen Trögler. Nach kurzer Orientierungslosigkeit am ersten Hang, welcher uns irgendwie quer in eine Felswand führte, kamen wir relativ zügig am Gipfelkreuz an. Es war letztlich ein Aufstieg ohne grosse Schwierigkeiten, welcher durch ein atemberaubendes Panorama und eine gepflegte Brotzeit belohnt wurde.

Nach kurzer Pause ging es dann an den Abstieg Richtung Sulzenau Hütte. Hier trat bei dem jungen Tourenerstling dann erstmals das Phänomen des "Shakin´ Knee" auf. Unkontrolliert fing das rechte Bein an zu zittern, was vom alten Berghasen nach kurzer Prüfung mit schallendem Gelächter quittiert wurde. Das Knie wurde dann in der Folgezeit ordnungsgemäß eingewandert, so dass die Problematik in den nächsten Tagen nur noch rudimentär auftreten sollte. Die Sulzenau Hütte wurde dann letztlich auch ohne große Probleme erreicht.

Nach dem Bezug der Unterkunft gab es noch ein gepflegtes Essen mit anschließender Bettruhe.Zu beachten ist noch, dass die Verständigung für Flachlandtiroler mit dem Hüttenwirt schwierig sein kann. Beim Zahlen der Unterkunft wurde unsere Preisanfrage z.B. mit der Antwort "aufuffzisch" quittiert. Abgeleitet haben wir daraus 51,-, was uns Schweißperlen auf die Stirn trieb. Es waren dann letztlich aber 11,50.


Dresdner_Huette_von_oben
Die Dresdner Hütte von oben
Stubaier_Gletscher
Im Hintergrund der Stubaier Gletscher

Tagesverlauf: Flug von Köln nach Innsbruck – Weiterfahrt mit dem Taxi zur Bergbahn – Auffahrt bis zur Dresdner Hütte – Aufstieg auf den Großen Trögler – Abstieg zur Sulzenau Hütte

Reine Gehzeit: ca. 2,5 Stunden

Gefahrenstellen: Beim Auf- und Abstieg bei Großen Trögler kommt es vereinzelt zu seilversicherten „Kletterstellen“, die allerdings kein großes Problem darstellen.

Eignung des Normalwegs für Kinder: Der Große Trögler sollte für ältere und geübte Kinder sicherlich bereits zu machen sein. Die bessere Alternative ist allerdings der Weg über das Peiljoch. Dieser Weg ist einfacher und auch interessanter (Dutzende von Steinmännchen am Joch, Berührung mit einem Gletscher)

Voraussetzung für den Normalweg: Trittsicherheit, Schwindelfreiheit

Höhenmeter:

Unsere Meinung über die Schwierigkeit des Normalwegs:

Über den Großen Trögler: star_fullstar_fullstar_fullstar_half 

Über das Peiljoch: star_fullstar_fullstar_half